BALLASTSTOFFE
 

Zu den komplexen Kohlenhydraten gehören auch die Ballaststoffe. Dabei handelt es sich um unverdauliche Pflanzenbestandteile, die in größeren Mengen in Vollkorngetreide, Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte vorkommen. Rein tierische Produkte wie Fleisch, Käse und Eier enthalten dagegen keine Ballaststoffe.
Ballaststoffe regen die Darmtätigkeit an und sorgen damit für eine schnelle Entfernung von Abfallprodukten des Stoffwechsels aus dem Körper. Wissenschaftliche Studien haben zudem ergeben, dass Ballaststoffe den Cholesterinspiegel senken, einen Diabetes positiv beeinflussen und das Risiko von bestimmten Krebserkrankungen vermindern können.

 

Es gibt zwei Arten von Ballaststoffen, die vor allem in den Zellwänden von Pflanzen zu finden sind:
 
  • Unlösliche Ballaststoffe wie Zellulose, Hemizellulose und Lignin
  • Lösliche Ballaststoffe wie Guarkernmehl, Pektine und resistente Stärken
     

Funktion
Ballaststoffe steuern über ihre wasserbindenden Eigenschaften die Verdauung und die Darmmobilität und sorgen für Ausscheidungen mit höherem Volumen, Darüber hinaus pflegen sie die Darmflora (lösliche Ballaststoffe). Eine ballaststoffreiche Ernährung reduziert die Aufnahme von Lipid und Cholesterin über die Nahrung. Darüber hinaus kontrollieren Ballaststoffe die Energiezufuhr des Körpers, da sie ein Sättigungsgefühl entstehen lassen.


Tagesbedarf
Als empfehlenswert wird eine Gesamtzufuhr von mindestens 25 bis 30 g pro Tag angesehen.

Quellen für Ballaststoffe
Die meisten Lebensmittel pflanzlicher Herkunft enthalten beide Ballaststoffarten, was sich jedoch von Sorte zu Sorte erheblich unterscheiden kann. Obst und Gemüse enthält in der Regel eine ausgewogene Mischung beider Ballaststoffe.
 
Quellen für Ballaststoffe
Art Quelle  
Löslich

 
Haferflocken, Äpfel, Inulin (Chicorée), Blaubeeren, Birnen, Karotten
Unlöslich

 
Vollkornprodukte, alle Frühstücksflocken, einige rohe Gemüse wie Kohl